G-BA Richtlinien

Was ist beim Qualitätsmanagement in Arztpraxen verpflichtend?

Qualitätsmanagement ist Pflicht – wie es umgesetzt wird, bleibt individuell.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) definiert die grundlegenden Anforderungen an das Qualitätsmanagement in Arztpraxen. Wie daraus ein funktionierendes QM-System für den eigenen Praxisalltag entsteht, entscheidet die Praxis selbst.

 

Kurz gesagt: Die Anforderungen sind verbindlich. Der Weg zur Umsetzung bleibt individuell.

Der G-BA gibt vor,

welche grundlegenden Inhalte und Instrumente im Qualitätsmanagement berücksichtigt werden müssen.

Die Praxis entscheidet,

wie diese Anforderungen umgesetzt und in die eigenen Abläufe integriert werden.

Die Zertifizierung

Sie bestätigt, dass Ihre Einrichtung ein strukturiertes Qualitätsmanagement nach anerkannten Normen etabliert hat und dieses systematisch im Praxisalltag umsetzt

Gerade bei Kooperationen, vertraglichen Anforderungen oder der Zusammenarbeit mit externen Partnern kann ein nach international anerkannten Standards aufgebautes Qualitätsmanagement von besonderer Bedeutung sein. Die ISO 9001 schafft hierfür eine nachvollziehbare und vergleichbare Grundlage.

Eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 ist für niedergelassene Arztpraxen grundsätzlich freiwillig. Sind die Anforderungen der Norm im Qualitätsmanagementsystem umgesetzt, kann die Praxis ihr System durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle prüfen und zertifizieren lassen.

DIN EN ISO 9001:2015

Die DIN EN ISO 9001:2015 ist eine international anerkannte und branchenübergreifende Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Sie bietet Arztpraxen einen klaren und bewährten Rahmen, um Qualität nicht nur nachzuweisen, sondern im Praxisalltag strukturiert und nachhaltig zu gestalten.

DIN EN ISO 15224:2017 Qualitätsmanage-ment speziell für die Gesundheitsver-sorgung

Die DIN EN ISO 15224:2017 ist eine speziell auf Organisationen der Gesundheitsversorgung ausgerichtete Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Sie baut auf den Grundsätzen der DIN EN ISO 9001 auf und überträgt diese gezielt auf die besonderen Anforderungen und Verantwortlichkeiten im Gesundheitswesen.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Organisation von Prozessen. Einen besonderen Stellenwert haben die Qualität der Gesundheitsversorgung, Patientensicherheit, klinische Prozesse sowie der systematische Umgang mit Risiken. Damit verbindet die Norm klassisches Qualitätsmanagement unmittelbar mit den Anforderungen der medizinischen Versorgung.

Für Arztpraxen und andere Gesundheitseinrichtungen bietet die DIN EN ISO 15224 einen strukturierten Rahmen, um Verantwortlichkeiten, Abläufe und Schnittstellen klar zu definieren, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Qualität der Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln.

formelCuP GmbH

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