Warum Audits vor Ort wichtig sind - digitale Audits nur als Ergänzendes Instrument
Arztpraxen und MVZ sind gesetzlich verpflichtet, ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die QM-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses gibt hierfür verbindliche Anforderungen vor – unter anderem zu Prozessen, Verantwortlichkeiten, Risiko- und Fehlermanagement, Hygiene, Notfallmanagement und Patientensicherheit.
Doch lässt sich die tatsächliche Umsetzung ausschließlich am Bildschirm beurteilen?
Dokumente, Verfahrensanweisungen und Nachweise können digital geprüft werden. Ob die beschriebenen Abläufe in der Praxis tatsächlich funktionieren, zeigt sich jedoch dort, wo sie stattfinden: vor Ort. Räumliche Gegebenheiten, Arbeitsabläufe, Schnittstellen, Lagerung, Hygieneorganisation und der Umgang der Mitarbeitenden mit festgelegten Prozessen lassen sich in ihrer Gesamtheit nur eingeschränkt über einen Bildschirm beurteilen.
Auch die internationalen Leitlinien für Remote-Audits verstehen digitale Auditmethoden nicht als grundsätzlichen Ersatz für Vor-Ort-Audits, sondern als ergänzendes Instrument.
Deshalb setzen wir bei formelCuP bewusst auf Audits in der Praxis. Digitale Termine können Vorbereitung, Dokumentenprüfung und Nachbereitung sinnvoll unterstützen – die tatsächliche Wirksamkeit eines QM-Systems beurteilen wir dort, wo Qualitätsmanagement gelebt wird.
Denn ein QM-System muss nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern in der Praxis.
